Donnerstag, 8. März 2012

Bengalen - die goldenen Katzen

Bengalen - die goldenen Katzen, ist das erste, professionelle Buch über die schönsten Katzen der Welt in Deutscher Sprache. Es ist ein umfassender Ratgeber für Züchter, Liebhaber und solche die es werden wollen. Unverzichtbar für Neuzüchter! Die Ratschläge im Buch können aber auch auf andere Rassen appliziert werden. Es steckt in jeder Zeile die langjährige Erfahrung der Autorin als Bengalkatzenzüchterin, vet.med. techn. Assistentin, biologie Laborantin darin. 

Über 1000 Exemplare wurden bereits verkauft und das Feedback war ausnahmslos positiv

Es werden Fachausdrücke verständlich beschrieben, sodass auch der Laie weiss um was es sich handelt, wenn der Tierarzt Besuch ansteht.

Lassen Sie sich verzaubern, von einem Buch, in welchem die Leidenschaft und Liebe zu den schönsten Katzen der Welt zu Tage kommt.

Erhältlich bei:
Exlibris
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HCM - Hypercardiomyopathie

HCM - Hypercardiomyopathie
Die Bengalkatze gehört - gottseidank - nich einer Rasse an, welche an diversesen genetisch bedingten Erkrankungen leidet aber denoch gibt es sie - hier möchten wir über die wichtigsten Krankheiten und über die Prophylaxe deren informieren:

Kardiomyopathien - Erkrankungen des Herzmuskels


HCM


Es gibt verschiedene Arten von Herzmuskelerkrankungen (beim Menschen übrigends auch), die Wichtigste im Zusammenhang mit der Zucht von Bengalkatzen ist die HCM - die Hyper - Cardio - Myopathie - eine vergrösserung des Herzmuskels.

Wie der Name bereits sagt, ist bei dieser Form der Erkrankung der linke Herzmuskel stark vergrössert. Diese Erkrankung wird dominant autosomal (dominant: nur ein Elternteil muss das Gen tragen; autosomal: nicht geschlechtsbedingt - beide Geschlechter können die Erkrankung bekommen).
Bei den Maine Coon Katzen sind schon 2 Gene bekannt, welche dafür verantwortlich sind und für beide Gene ist bereits ein Gentest vorhanden. 

Für die Bengal gibt es zur Zeit keinen Gentest. Ultraschall des Herzens ist das Mittel der Wahl und unbedint einem Gentest vorzuziehen, wenn die Katze 3-4 jährig ist. Am besten jedoch beides Gen- und Ultraschall US durchführen (wenn möglich).

Der Krucks bei HCM ist, dass sich die Krankheit erst im Alter von ca. 3-4 Jahren manifestiert. Wenn nun ein Tier zwischen 1-2 Jahren untersucht wird und der Muskel ist normal, so ist nicht sicher, dass es auch im späteren Alter so ist. Allerdings kann man in diesem Alter positive Tiere aus der Zucht nehmen. Bei einre unersuchten Katze, welche ca. 3-4 Jahre alt ist mit einem guten Wert, kann man allerdings davon ausgehen, dass sie nie im Leben eine HCM machen wird - genetisch bedingt!

Stellt man bei einer Katze im hohen Alter HCM fest, so ist immer noch abzuklären, ob die Erkrankung genetisch bedingt ist oder aber eine Sekundärerkrankung basierend auf einer anderen ist. Schilddrüsen - und Nierenerkrankungen können dazu führen, dass der Herzmuskel vergrössert ist - das Herz muss mehr arbeiten! In diesem Fall ist die Krankheit NICHT genetisch übertragbar.

Prophylaxe


Kater sollten alle 1 1/2 bis 2 Jahre untersucht werden, da sie mehr Kitten produzieren als Kätzinnen. Katzen - je nach Resultat - ab 3 Jahre und ggf. mit 6-7 Jahren nochmals (Dr. med. vet. Philipp, Uni Bern).

Das zu untersuchende Gebiet - hinter dem rechten Ellbogen - sollte geschoren werden, damit beim Ultraschall, einndeutige Resultate erziehlt werden können. Tut man dies nicht, hat es zuviel Luft zwischen Ultraschall Kopf und Haut und die Bilder werden ungenau.


Bevor Sie eine Bengalkatze kaufen - informieren Sie sich ob die Elterntiere untersucht sind und lassen Sie sich die Ergebnisse zeigen!


Weitere Informationen sind auch in meinem Buch "Bengalen - die goldenen Katzen" erhältlich
ISBN: 978-3-8391-9452-2

PK-Def - Pyruvat Kinase Defizienz

PK-Def - Pyruvat Kinase Defizienz - Pyruvat ist ein Enzym das massgeblich am Stoffwechsel der roten Blutkörperchen beteiligt ist. Produziert die Katze zuwenig Pyruvat (das ist die eigentliche Krankheit) so verformen sich die roten Blutkörperchen und die Milz scheidet diese aus. So kommt es das die betroffene Katze anämisch wird (zuwenig rote Blutkörperchen = Erythrocyten) hat. Da der Körper in der Lage ist schnell viel Blut zu produzieren ist so eine Katze nur ab und zu anämisch.

Man kann die Milz entfernen aber auch dieses Organ hat eine Funktion und es ist fraglich ob diese Therapie anspricht. Bei Verdacht sollte man auch immer noch die Reticulocyten Anzahl testen. Reti's sind junge rote Blutkörperchen und wurden eigentlich durch den Radsport bekannt = Erythropoietin = das Doppingmittel das Retikulocyten bildet. Ich war in Erythropoietin Forschung mit beteiligt und es ist ein tolles Mittel für kranke Menschen und Tiere - also nicht nur als Doppingmittel bekannt!